motorradwerrameissner.de
Start Natur

Werra-Meißner-Land

Natur im Werra-Meißner-Land

Wald, Wasser und Tierwelt — was sich gerade verändert und wo man es sieht.

Natur

Waldstrecken nach Westen: Kaufunger Wald, Großalmerode und der Kasseler Rand

Auf der anderen Seite der Region liegt mit dem Kaufunger Wald ein großes, im Inneren fast siedlungsfreies Waldgebiet zwischen Werratal und Kasseler Becken. Die Straßen queren es auf langen Abschnitten ohne Ortschaft, ohne Abzweig und ohne Handyempfang, in stetigem Auf und Ab unter geschlossenem Kronendach. Das fährt sich hervorragend, verlangt aber Disziplin: Holztransporte hinterlassen Dreck und Rillen, im Frühjahr steht das Wasser in den Senken, und im Herbst liegt in den schattigen Kehren Laub, das den ganzen Tag nass bleibt.

Schloss Berlepsch im Werra-Meißner-Land
Schloss Berlepsch im Werra-Meißner-Land

Am westlichen Rand liegt Großalmerode, dessen Geschichte auf dem Untergrund beruht: hochwertige feuerfeste Tone haben hier eine jahrhundertealte Tiegel-, Ton- und Glasindustrie getragen, deren Erzeugnisse weit über die Region hinaus gingen. Der Ort ist keine Postkartenkulisse, sondern ein Arbeitsstandort — und ein guter Beleg dafür, dass diese Mittelgebirgslandschaft nie nur Land- und Forstwirtschaft war.

Weiter westlich fällt das Gelände über Losse und Söhre zum Kasseler Becken ab. Dieser Übergang ist der einzige Punkt der Region, an dem man Verkehr im eigentlichen Sinn trifft: Der Ballungsraum zieht Pendlerströme, die Ortsdurchfahrten werden voller, die Ampeldichte steigt. Dafür liegt am Rand von Kassel mit dem Bergpark Wilhelmshöhe ein Ziel, das seit 2013 zum UNESCO-Welterbe zählt und über die Hänge des Habichtswaldes so weit hinaufreicht, dass die Anfahrt selbst schon lohnt. Wer nur Kurven will, dreht vorher ab und bleibt im Wald — der Unterschied zwischen beiden Welten beträgt keine zwanzig Kilometer.

Sehenswert

Naturstopps am Hohen Meißner und im Werratal

Zwischen den Kurven liegt eine stille, waldreiche Mittelgebirgslandschaft, die im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land – Werratal.Meißner.Kaufunger Wald zusammengefasst ist. Mit rund 1.156 Quadratkilometern zählt er zu den großen Naturparks Hessens und verbindet das Werratal mit den Höhenzügen von Hohem Meißner und Kaufunger Wald.

Das eindrucksvollste Stück ist der Hohe Meißner selbst: ein rund vier Kilometer langes Plateaugebirge, dessen widerstandsfähige Basaltdecke vor 12 bis 13 Millionen Jahren bei vulkanischer Tätigkeit entstand. Über Jahrhunderte wurde am Meißner Braunkohle abgebaut – im Untertagebau bis 1929, im Tagebau bis 1974; die Kohle versorgte unter anderem die Saline in Bad Sooden-Allendorf. Heute ist die Hochfläche ein beliebtes Ausflugsziel mit weiten Ausblicken.

Am Rand des Kaufunger Waldes bei Großalmerode erhebt sich der Bilstein, eine Basaltkuppe mit Aussichtsturm aus dem späten 19. Jahrhundert und Fernblick über das Bergland. Zum Höhenwetter: Die Hochlagen um den Meißner liegen spürbar kühler als das Werratal, was im Hochsommer für die Streckenwahl spricht. Pausenplätze gibt es am Frau-Holle-Teich, an den Aussichtspunkten des Meißners und entlang der Werra in den Fachwerkstädtchen.

Passt auch dazu

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur der Region

Ansehen

Motorradtouren

Strecken-Achsen, Bikertreffs & Tankstellen

Ansehen

Reviere

Die Teilräume der Region – Charakter & Strecken

Ansehen

In der Nähe

Benachbarte Motorradregionen – weitere Strecken-Guides aus dem Netzwerk:

Motorrad Thüringen Motorrad Rhön Motorrad Weserbergland